Meine Erfahrungen mit dem mBot-Roboter von Makeblock

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Vorgeschichte

Im vorigen Jahr habe ich mir von meiner Frau einen mBot gewünscht. Natürlich unter dem Vorwand, dass er für meinen neunjährigen Enkel sei. Ich habe ihn dann auch bekommen. Das mit dem Enkelsohn klappt leider nicht ganz so, wie erhofft. Er spielt zwar gerne damit, an eigene Programmierung ist - trotz Scratch - aber nicht zu denken. Die Altersangabe von acht Jahren, die bei fast allen Anbietern steht, ist also mit Vorsicht zu betrachten. Makeblock selbst schreibt ja auf seinen Verpackungen: "ab 14". Das scheint mir realistischer zu sein.

 Wieso wünsche ich mir überhaupt einen Roboter wie mBot?

In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts habe ich mir in zwei Holzkästen zwei eigene Computer aus gebrauchten Relais und viel Draht gebaut.

Der erste konnte das Spiel Bauer-Wolf-Ziege-Kohlkopf. Mit insgesamt sechs Tastern und einigen Lampen kontrollierte das Ding, ob die Spielzüge so gesetzt waren, dass nichts gefressen wurde.

Ein befreundeter Student der Elektrotechnik hatte mir erklärt, wie zwei stinknormale Relais zu beschalten waren, dass sie ein Flip-Flop bildeten. Damit konnten also die diversen Zustände gespeichert werden. Insgesamt waren hierzu etwa 10 relais erforderlich.

Die zweite Kiste war sehr viel anspruchsvoller. Im Buch "Knauers Buch der Denkmaschinen" von Walter R. Fuchs (München/Zürich 1968) wird auf Seite 304ff. beschrieben, wie englische Schüler aus Relais ein "Nimitron" gebaut haben. Dieser Rechner beherrschte das "Nim" - Spiel. Konkrete Schaltpläne wurden nicht veröffentlicht, allerdings die dahinter stehende Logik.

Diesem Reiz konnte ich nicht wiederstehen und habe in nächtlicher Arbeit aus ca. 60 Relais, fünf Drehschaltern und mehreren Anzeigelampen einen Nachbau erfolgreich gebastelt. Leider waren (und sind) meine Lötfertigkeiten äußerst dürftig. Nach einiger Zeit entstanden mehrere kalte Lötstellen. Ich hatte zwar grobe Schaltpläne gezeichnet, der Kabelverhau war aber so wirr, dass ich keine Chance sah, den "Computer" wieder zum Laufen zu bringen. Leider habe ich beide Kisten irgendwann entsorgt.

Zu deem geplanten Nachbau mit ICs ist es leider nie gekommen.

Es gab später einen neuen Anlauf mit LEGO® Mindstorms 1.5 und in jüngerer Zeit mit LEGO Boost. Richtig glücklich bin ich damit aber nicht geworden. Die Auswahl an Aktoren und Sensoren war mir zu eingeshränkt und die grafische Programmierung mit "Puzzlesteinen" hat mir auch nicht gefallen. Und die mechanische Stabilität der Modelle fand ich auch unbefriedigend.

Daher also ein neuer Versuch mit dem überall hochgelobten mBot® von Makeblock.

 

 

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Letzte Änderung: 26.02.2021
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